Benjamin Hartwig Sein Blutzuckerspiegel fällt während des Rennens stark ab



Benjamin Hartwig

Motorsport-Magazin.com - "Need for Speed" - das ist das Lebensmotto des elfjährigen Benjamin Hartwig. Der Elfjährige ist Förderkandidat des ADAC und fährt regelmäßig im Kart vordere Platzierungen ein. Bei der DMV-Kartmeisterschaft 2010 belegte Hartwig den zweiten Platz. Was auf den ersten Blick nach einem von vielen jungen Talenten aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein ganz spezieller Fahrer: Benjamin Hartwig leidet an Diabetes Typ 1.



Sein Blutzuckerspiegel fällt während des Rennens stark ab. Durch das Schwitzen verliert er sehr viel Zucker: Wenn er mit einem gesunden Wert von 150 mg/dl in ein Rennen geht, fällt der Spiegel innerhalb von 20 Minuten auf bis zu 70 mg/dl. Andererseits schüttet sein Körper bei Zweikämpfen mit bis zu 130 km/h Adrenalin aus, was durch Eingriffe in den Stoffwechselkreislauf den Glukosegehalt wiederum ansteigen lässt.
Die Kontrolle dieser enormen Schwankungen des Blutzuckerspiegels ist enorm wichtig. Sechs bis acht Mal kontrolliert Benjamin an normalen Tagen seinen Blutzucker. Wenn er Kart fährt, sogar doppelt so oft. Sein Blutzuckermessgerät ist also immer dabei. Doch den Jungen interessieren eher seine Rundenzeiten, während der Vater am Streckenrand stets auf die Gesundheit seines Kindes achtet. "Ich finde es klasse, dass sich Benjamin vom Diabetes nicht unterkriegen lässt. Als wir von der Krankheit erfuhren, hätten wir nie gedacht, dass er zu solchen Leistungen einmal fähig sein würde", ist Norbert Hartwig sichtlich stolz.



Unterkriegen lassen will sich Benjamin Hartwig von seiner Krankheit definitiv nicht: Dirt Bike, Judo, Jonglieren und Snowboard sind seine Hobbys, doch sein größter Wunsch ist es, mit 15 Jahren ein Formelauto zu pilotieren. Seine sportlichen Leistungen im Kart würden ihn durchaus dazu befähigen; die größte Herausforderung dabei wird sein eigener Körper sein.
Als Vorbilder hat sich Hartwig Michael Schumacher und Sebastian Vettel ausgesucht. Beide hat er bereits persönlich getroffen. Vater Norbert unterstützt seinen Sohn bei der Verwirklichung seines Traums und glaubt, dass das Kart Fahren gut für ihn ist: "Sportliche Erfolge stärken Benjamins Selbstbewusstsein – und das ist für ihn noch wichtiger als für ein gesundes Kind."
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