Erektile Dysfunktion - viele Männer sind betroffen


Die erektile Dysfunktion (Unfähigkeit zu einer ausreichenden Versteifung des männlichen Gliedes) ist nicht selten.
In Deutschland sind rund fünf Millionen Männer im Alter zwischen 30 bis 70 Jahren von einer ED betroffen, ergab eine Erhebung der Uni Köln (Cologne Men Survey, 2000). Viele Patienten mit ED sind Raucher oder Diabetiker.
Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer Potenzstörung deutlich an. Die Kölner Studie zeigte, dass bis zum 40. Lebensjahr nur jeder hundertste befragte Mann unter einer ED litt, bei den 60- bis 70-jährigen waren es hingegen schon 31 Prozent der Männer.

Umgangssprachlich sind damit meist Erektionsstörungen gemeint, d.h. das Glied (Penis) versteift sich nicht ausreichend oder die Erektion (Versteifung) kann nicht lange genug gehalten werden, um einen befriedigenden sexuellen Akt zu erleben.
Die Potenzstörung kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Von gelegentlichen Problemen bis zum totalen Verlust der Erektionsfähigkeit reicht die Spanne.
Der Mediziner spricht allerdings erst von einer erektilen Dysfunktion (ED), wenn die Probleme mindestens sechs Monate anhalten und 7 von 10 Versuchen, einen Geschlechtsverkehr zu vollziehen, erfolglos sind.

70 bis 80 Prozent der Potenzschwierigkeiten sind auf körperliche Ursachen zurückzuführen. Psychische Faktoren können leichte körperliche Defekte soweit verstärken, dass im Bett nichts mehr geht.
Viele Männer empfinden eine Potenzstörung als Schwächung ihrer männlichen Identität. Wer über einen längeren Zeitraum keine Erektion bekommen kann, fühlt sich schnell als „halber Mann“.
Versagensängste verstärken die ED weiter, ein sich selbst beschleunigender Teufelkreis.
Bei 20 bis 30 Prozent der Patienten ist die Ursache für die mangelnde Erektionsfähigkeit rein psychisch bedingt. Sexualwissenschaftler und Psychologen sehen sexuelle Störungen in erster Linie als verschlüsselte Botschaften von Körper und Seele. Wenn der Penis streikt, können Hemmungen oder Ängste dahinter stecken, aber auch ein Protest gegen das "Starker-Mann-Sein-Müssen", Leistungsdruck und Stress.









Behandlung ist möglich!








Erstes Mittel der Wahl sind Tabletten mit Wirkstoffen, welche die Erektionsfähigkeit auf chemischem Wege verstärken. Dazu gehören z.B. so genannte PDE-5-Hemmer (Cialis®, Levitra®, Viagra®). Diese Tabletten können auch zu Nebenwirkungen wie z.B. Kopfschmerzen führen. Für Patienten die bestimmte Herzmedikamente (Nitrate) einnehmen, sind die PDE-5-Hemmer tabu.


Bringt die Tablettenbehandlung erfolglos, kann eine Vakuumpumpe eingesetzt werden, mit deren Hilfe Blut in den Penis gepumpt wird. Diese Methode erfordert etwas Übung, ist aber nebenwirkungsfrei und kann auch eingesetzt werden, wenn PDE-5-Hemmer nicht vertragen werden oder nicht eingenommen werden dürfen.


Eine Alternative hierzu sind Medikamente, die unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr direkt in die Schwellkörper des Penis gespritzt (SKAT) oder als Zäpfchen in die Harnröhre geschoben werden (MUSE).


Wenn alle anderen Therapieformen versagt haben, sind verschiedene operative Eingriffe in Erwägung zu ziehen, z.B. das Einsetzen einer Penisprothese. Dies ist allerdings immer die letzte Maßnahme, weil hierzu die Schwellkörper im Penis entfernt werden müssen. Diese Eingriff kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.




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