Folge einer schweren Lese-Rechtschreibschwäche, die in der Schulzeit nur ungenügend oder gar nicht behandelt wurde, kann Analphabetismus sein. Analphabeten sind Menschen im erwerbsfähigen Alter, welche sich der Schriftsprache überhaupt nicht oder nur unzureichend bedienen können. Trotzdem haben sie die obligate Schulpflicht erfüllt und dabei Strategien entwickelt, ihre fehlenden Lese- und Schreibfähigkeiten zu kaschieren. Diese Verhaltensmuster setzen sie dann im Erwachsenenalter fort. Folgen können soziale Isolation, ein vermindertes Selbstbewusstsein und sehr eingeschränkte Berufsmöglichkeiten sein.





Therapie

In einer umfassenden Diagnostik versuchen wir abzuklären, ob es sich um eine LRS im logopädischen Sinne handelt oder ob die Lese- und Schreibprobleme auf anderen Faktoren beruhen, z.B. einer Lernbehinderung.



Training der visuellen Wahrnehmung z.B. Gliederungs- und Unterscheidungsfähigkeit

Erarbeiten von Buchstabenformen taktil-motorisch und visuomotorisch

Übung zur Steigerung der Lesesicherheit durch verschiedenartige Wortspiele

Spezielles Lesetraining

Übungen zur Steigerung der Rechtschreibsicherheit

Gliederungsübungen z.B. eines Satzes in Wörter, eines Wortes in Silben oder Buchstaben



In der Regel erfolgt die logopädische Behandlung nach ärztlicher Verordnung. Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben, rufen Sie uns einfach an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.




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