Stottern ist eine zeitweise auftretende Störung des Redeflusses, die von den Betroffenen willentlich nicht beeinflussbar sind. Hierbei handelt es sich nicht um eine Fehlgewohnheit, sondern um ein echtes Leiden. Die genauen Ursachen der Störung sind noch nicht genau bekannt. Mittleweile geht man aber davon aus, dass ein Bündel von körperlichen, seelischen und interpersonellen Faktoren an der Entstehung des Stotterns beteiligt ist. Die Kombination dieser Faktoren kann dabei individuell sehr unterschiedlich sein. So auch die Symptome, die sich im Zuge der individuellen Entwicklung verändern können.



Die häufigsten Symptome

Blockaden: Der Stotternde möchte etwas sagen, bekommt es aber nicht heraus.

Dehnung von Lauten („Ich möchte noch Wwwwwwurst.“).

Wiederholen von Lauten, Silben und Wörtern („Gib mir mal ein B-B-blatt Papier.“)

Psychische Folgesymptome wie Kontaktschwierigkeiten, geringes Selbstbewusstsein und Redeängste.

Mitbewegungen besonders an Wortanfängen, z.B. Augen zukneifen, Fuß stampfen oder sogar ganze Bewegungsfolgen.

Vermeidung von bestimmten Sprechsituationen, Lauten, Wörtern, bis hin zum Abbruch und Umformulierungen von Sätzen.



Therapie

Vor der Therapie werden wir versuchen, eine sichere Diagnose zu erstellen, die individuell passende Therapieform aus einer Vielzahl von Therapierichtungen zu finden, Ihre Erwartungen und Wünsche zu definieren und gemeinsame Ziele festzulegen. Die Therapie findet bei uns sowohl mit Kindern und Jugendlichen als auch mit Erwachsenen statt.

Folgende Punkte finden sich in der Threrapie wieder und werden von uns angewendet:





Anwendung von Sprechtechniken mit dem Ziel: Die gewohnte Art des Sprechens/Stotterns zu analysieren und zu verändern, um dann eine leichte Form des Stotterns zu lernen.

Erlernen von Entspannungsmethoden mit dem Ziel: Mit inneren Aufregungen besser umgehen und sich sammeln zu lernen.

Einsetzen von Stimm- und Atemübungen mit dem Ziel: Die Entwicklung einer lebendigen, ausdrucksstarken Stimme.

Gespräche führen mit dem Ziel: neue Verhaltensweisen zum lockereren Umgang mit dem Stottern zu erlernen (non-avoidance Prinzip), Abbau von Vermeidungsverhalten und Sprechängsten, leichterer Umgang mit Misserfolgen.




Druckbare Version